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Münster

13.05.2022 - 14.05.2022

Der heftigste Angriff, der in der Spätantike gegen die Person und die Theologie des Origenes unternommen wurde, steht im langen Kapitel 64 des Panarion (Allheilmittel) gegen alle Häresien, das Epiphanius in den Jahren 374/77 verfasste. Der Bischof von Salamis setzte sich darin vor allem mit der Anthropologie und der Auferstehungsvorstellung des Origenes auseinander und referierte dazu eine lange Passage aus dem Traktat "Über die Auferstehung", den Methodius von Olympus zu Beginn des 4. Jahrhunderts ebenfalls gegen Origenes geschrieben hatte. Willensfreiheit, Exegese, Trinitätslehre und Theorien über die Schöpfung, die Materie und die Körperlichkeit der Auferstehung spielten in diesen Diskussionen ebenfalls eine Rolle. Ziel des Kolloquiums ist es, diese Fragen auf der Basis der genannten Schriften des Methodius und des Epiphanius zu analysieren und nach den Argumentationsstrategien zu fragen, die in dieser Attacke auf Origenes zum Einsatz kamen.

Der Workshop findet im Rahmen der „Kolloquien zum Nachleben des Origenes X. Der Origenismus in der Spätantike III“ in den Räumen der Katholisch-Theologischen Fakultät (Johannisstr. 8-10, KTh I) in Münster statt.

Informationen und Programm

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung bis zum 08.05.2022 per Mail an altkg@uni-muenster.de.