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Siegen

05.05.2022 - 07.05.2022

Jesus war ein Mann und wurde auch so bezeichnet (Joh 1,30). Dies gilt nicht nur für seinen Körper und sein biologisches Geschlecht, sondern auch für sein öffentliches Auftreten im Kontext der antiken Mittelmeerkultur. Aber welche theologische Bedeutung kommt diesem biologisch und kulturell eindeutigen Sachverhalt zu? Ist das Mannsein Jesu theologisch irrelevant – oder welche Konsequenzen hat es für die Christologie, die Ekklesiologie und andere Bereiche kirchlicher Reflexion und Praxis? Und wenn inzwischen der jüdischen Identität des menschgewordenen Gottessohnes eine hohe theologische Relevanz zugesprochen wird, wie steht es dann um seine Männlichkeit?

Die interdisziplinäre Tagung sucht nach den Bedeutungen, die vom Neuen Testament über die Alte Kirche und das Mittelalter bis in die Gegenwart dem männlichen Geschlecht Jesu zugeschrieben wurden und werden. In welchen theologischen Diskursen spielt das männliche Geschlecht Jesu (k)eine Rolle? Welche Geschlechteranthropologien stehen dabei im Hintergrund? Unterschiedliche theologische Disziplinen machen sich auf die Suche nach dem argumentativen Stellenwert des männlichen Geschlechts Jesu in der Theologiegeschichte.

Mit Beiträgen von:

Bernhard Sven Anuth (Tübingen), Johanna Brankaer (Mainz), Monnica Klöckener (Münster), Markus Lersch (Siegen), Martin Leutzsch (Paderborn), Thomas Marschler (Augsburg), Joachim Negel (Fribourg), Anselm Schubert (Erlangen), Andrea Taschl-Erber (Wien), Hans-Ulrich Weidemann (Siegen), Mathias Winkler (Siegen)

Für die Teilnahme an der Tagung gilt die jeweilige aktuelle Corona-Landesverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen. Sollte eine Teilnahme in Präsenz für Gäste möglich sein, ist die Teilnahme kostenlos. Sie können sich auf eine Liste setzen lassen, mit der wir Sie auf dem Laufenden halten (hierzu bitte eine E-Mail bis 30. April 2022 an mathias.winkler@uni-siegen.de).

Laufend aktualisierte Infos auf der Homepage.