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Münster

29.07.2022 - 30.07.2022

Flussläufe, Meerengen und Schluchten bilden seit jeher natürliche Hindernisse. Je nach topografischer Lage hat dies schon früh in der Geschichte dazu geführt, dass Wege zur Überquerung gesucht wurden. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten entwickelt: seien es Furten, Fähren oder Brücken. Die Art der Überquerung hängt sowohl mit den naturräumlichen Gegebenheiten als auch dem technischen Wissen zusammen. Darüber hinaus wird sie von den

Ansprüchen bestimmt. So können Übergänge beispielsweise zu temporären oder permanenten Zwecken errichtet werden. Sie bilden Teile von Straßen und der Infrastruktur, können aber auch darüberhinausgehende Funktionen und Bedeutungen aufweisen, wovon nicht zuletzt auch schriftliche oder bildliche Quellen zeugen.

Ebenso werden Flüssen und anderen Hindernissen verschiedene Bedeutungen zugeschrieben, beispielsweise in religiöser Hinsicht, was sich etwa in Form von Flussgottheiten manifestiert. Dies kann auch die Interpretation der Überquerung beeinflussen: So können Übergänge neben ihrer physisch existierenden Form als Metaphern genutzt werden – sei es aus philosophischer oder theologischer Sicht, wie beispielsweise als Übergang vom Leben zum Tod. Für all die genannten Aspekte sind auch raumtheoretische Ansätze von Bedeutung.

Der Workshop soll das breite Themenfeld aus verschiedenster Perspektive beleuchten und richtet sich an junge Forscher*innen verschiedener Fachbereiche, die ihre Forschung in den Altertumswissenschaften verorten und sich mit Brücken oder anderen Übergängen über natürliche Hindernisse beschäftigen (sei es aus archäologischem, kunsthistorischem, philologischem oder architekturhistorischem Blickwinkel). Dabei ist der geografische, theoretische und methodologische Rahmen nicht begrenzt. Der Workshop wird am 29.–30.07.2022 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster im Gebäude des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ sowie möglicherweise via Zoom stattfinden. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung der Vortragenden werden (nach voriger Abstimmung mit den OrganisatorInnen) übernommen. Einsendungen von kurzen Abstracts auf Englisch an a_falk06@uni-muenster.de und florian.neitmann@uni-muenster.de sind bis zum 28.02.2022 möglich. Die Vorträge sollen eine Länge von max. 20 Minuten haben und auf Englisch gehalten werden. Sollte Ihnen nur eine digitale Teilnahme möglich sein, teilen Sie es uns bitte in Verbindung mit dem Abstract mit.